Bin jetzt doch weg
Nachdem es zunächst so aussah, als könne ich das erste Mal in meinem Leben eine mannhafte Entscheidung treffen, werde ich nun heute morgen doch nach München fahren.
München ist offenbar nicht sonderlich beliebt, so dass der deutschen Nationalmannschaft der Autoren die Spieler für den Turnier-Trip gegen Mannschaften des Dimpflmoser Tagblattes, der Dorfboazn von dem Charlie sowie von der "Pension Edelweiss" ausgegangen sind. Also habe ich mich gegen eigene innere Widerstände entschieden, doch noch mitzufahren. Dafür habe ich mir erstens eine Fahrkarte ge- und zweitens meine eigene Großmutter verkauft. Man könnte auch sagen, sie haben mich und meine Großmutter gegeneinander ausgespielt - das klingt immerhin besser und benimmt mir komplett die Eigenverantwortung. Tatsache ist: ich habe mich schon ein bisschen verhalten wie ein Arschloch. Aber ich bin noch nicht einmal unglücklich drüber, weil das kenne ich schon. Aus dem Bereich der Liebe. Da geht das nämlich nicht anders. Und hat Fußball nicht auch irgendwo mit Liebe zu tun?

