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Das Haus der Lady Alqvist

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Hab ich vorgestern nach dem Fußballspiel gesehen. Schöner alter Film von 1944 mit Ingrid Bergman plus beigestellten Knallchargen, no name, aber wahrscheinlich damals die berühmtesten Schauspieler der Welt. Im Zentrum stand, hihi, ein Mann, der, haha, pass auf jetzt kommt’s, ständig seine, hehe, Kronjuwelen suchte. Nacht für Nacht wühlte, rumorte und buddelte er zwischen alten Mickymausheften, kaputten Toastern und verstaubten Portraits von Tante Alqvist auf dem Dachboden nach den guten Stücken, und weil Ingrid davon nichts wissen durfte, sie hätte ihn ja sonst für bescheuert gehalten, versuchte er zu erreichen , dass sie sich selber für bescheuert hielt. Das ging ganz einfach: der böse Mann brauchte nur zwei- oder dreimal einen Gegenstand von ihr zu verstecken und schon wurde sie schier wahnsinnig. So einfach geht das manchmal. Einen guten Titel hätte ich von daher auch gefunden: „Eichhörnchen am Rande des Nervenzusammenbruchs.“

Der üble Strolch fand am Ende übrigens seine, höhö, Kronjuwelen, doch er wurde nicht recht glücklich damit. Man beachte übrigens die angenehm zurückgenommene Anfangsmusik.

Passend dazu das vorhergehende Fußballspiel. Mensch! Früher konnten die doch mal ganz leidlich kicken. Alles verlernt plötzlich, wie kann das sein? Was machen die denn die ganze Zeit über? Die könne mir nicht erzählen, dass sie üben, außer vielleicht an der Playstation. Das alles macht mich ein kleines bisschen maßlos traurig und wütend. Wissen die denn gar nicht, dass sie ein ganzes Volk enttäuscht haben? Bei der Nationalhymne haben sie noch so schön gesungen, da hat noch keiner was geahnt. Vielleicht hätten sie besser die Einlaufkinder spielen lassen sollen, die wirkten immerhin motiviert und konzentriert. Wie soll das denn weitergehen? Soll das überhaupt weitergehen? Herr Amerell, übernehmen Sie!

 

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