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Gorillas im Nebel

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Im recht geräumigen Kurpark unseres Erholungsinselchens, den man denn auch gleich großspurig Nationalpark zu nennen zu erträumen beliebt, ist das Wetter anders als am Meer, wo mehr Sonne ist und nicht soviel Nebel. Sondern umgekehrt: Viel Nebel, dafür weniger Sonne und zwar im Größenordnungsbereich in etwa zwischen Null und gar keiner. Man sah quasi den Wald vor lauter Bäumen nicht, wozu der Nebel, der sich immer wieder mal schützend vor, mal keck zwischen und mal akrobatisch unter die Bäume gelegt hatte, sicher sein gerüttelt Scherflein beitrug. Ebendiese Erfahrung machten wir, als wir den Kurpark optimistisch und voller unvoreingenommenen Wohlwollens durchmaßen, um auch dort, wie in der neuen Umgebung mittlerweile gewohnt, ordentlich Sonne zu tanken, Super, voll. So stapften wir also wohlgemut in das Dickicht hinein, um daraufhin einen kurzschlussähnlichen Schrecken zu erleiden: Keine Sonne! Nullo, kein Schimmer, Nixenhausen, Niente. So, Freundchen Urlaubsinsel, hatten wir nicht gewettet!

 

Nebelwald

 

Gut, es stand im Führer. Aber, hey, scheiß drauf – sind wir Nazis oder was? Oder können wir selber denken, unsere eigenen Erfahrungen sammeln, Urteile bilden – fern vom autokratischen Gleichmaß von Mutterkreuz und Wetterbericht?
Letzteres. Die milchige Suppe schwamm, schwebte, mulkte und waberte trübe durch den Urwald und dämpfte unsere Freude mit ihrem grauen Schleier. Na toll! Da hätten wir ja auch gleich zu Hause bleiben können, in Kackhausen an der Spree. Dasselbe Elend, allenfalls mal 25 Grad wärmer, wenn ich momentan recht informiert bin. Ansonsten Eins zu Eins am Arsch. Die Situation zeigte sich äußerst verfahren, um nicht zu sagen semidramatisch. Doch dann, hastenichtgesehen, traten wir aus dem Nebelwald hinaus auf die Lichtung mit dem Parkplatz, traten dort in das Auto hinein, ein Mietwagen der Marke Schlechtes Französisches Schönwetterauto übrigens, ratterten den Berg hinunter und aus dem Wald hinaus, alle schrien, einer Frau war schlecht, es war entsetzlich und schon waren wir wieder in der Sonne und am Meer.
Puh. Das war gerade nochmal gut gegangen.
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Kommentar von uli am 12.02.2010 15:43
Sch...., schon wieder!