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La Wetta è bella

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Zürnte, haderte und plärrte ich kürzlich noch über die Sonnenlosigkeit in meiner Zwangswahlheimat, die das Gemüt meiner Mitmenschen verfinsterte (mein eigenes nicht,denn ich bin ja tabu, nee, immun, insofern, dass es da nichts mehr zu verfinstern gibt, ein Zustand, der sich bei mir inzwischen – minus mal minus gibt plus - längst auf wunderbare Weise in eine fortwährende und allumfassende Heiterkeit gewendet hat), so dass sie doch recht arg vor sich hin härmten. Und siehe da, man nahm sich wetterlagenmäßig diesen einflussreichen Blök zu Herzen, und – et voilà – zauberte ein Wetterchen aufs Tapet, das sich aber sauber gewaschen hatte, na also, Herrschaften, geht doch, warum denn nicht gleich, muss Vati denn wirklich immer erst böse werden?

Ganz besonders vorteilhaft an diesem aktuellen Sonnenschein ist, dass die Verantwortlichen (aus Furcht vor meiner Kritik?) ein sehr angenehmes Regulativ miteingebaut haben: Während ja sehr häufig gerade das strahlendste Sonnenwetter einem durch schweißtreibende Hitze vergällt wird, hat man diesmal Vorsorge getroffen und das Kaiser(piunguins)wetter mit einer Temeperatur von circa hundert Grad unter Null kombiniert. Dadurch ist es beim besten Willen nicht zu heiß, auch das geht also auf einmal doch – chapeau! Ein hübsches Nebenprodukt zeigt sich jeden Morgen an meinen Wohnzimmerfenstern.

 

Eisfenster

Immer wenn es am kältetsten ist, findet in Berlin die „Grüne Woche“ statt, eine Fressmesse von Bauern für Bauern. So erinnere ich mich, dass ich vor fast 25 Jahren für einen suspekten Weinstand vor dem Messegelände bei mörderischer Kälte Handzettel verteilte. Man solle sich die Adressaten genau ansehen, hatte uns der Chef eingeschärft, da ansonsten zuviel „Pack“ zur Weinprobe erschiene. Ich prägte mir seine fiese Visage ein, um einen genauen Begriff von „Pack“ im Kopf zu haben, schmiss die Hälfte der Zettel weg und ging zum Aufwärmen in die nächste Kneipe. Zum Feierabend brachte ich die andere Hälfte der Zettel zurück und erhielt viel Lob für mein offensichtliches Fingerspitzengefühl. Die Kollegen hatten hingegen „alle Zettel verteilt“ und wurden ausgeschimpft, denn offenbar hatte sich Pack in der Frostschutzmittelbude eingefunden und die so entstandene Packstation zu Splitterholz gefeiert..

Heute kommt einem dieser Zettelkram doch sehr antiquiert vor, in einer Zeit, da man auf der Grünen Woche die Leibesfrucht einer Kiwi und eines Schweins bewundern kann. Aber ob da wirklich Liebe im Spiel war? Ich möchte es bezweifeln.

Fleisch und Gemüse im Nationalsozialismus
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