Privatliquidation
Eigentlich sollte man ja meinen, dass Ärzte gute Menschen sind, die das Wohl und vor allem (Weiter-)Leben ihrer Patienten im Auge haben. Nicht dazu passt allerdings das Schreiben, das ich dieser Tage aus der Praxis meines Orthopäde erhielt. Dort wird eine Quartalsgebühr eingefordert, die ich selbstverständlich entrichtet habe, denn sonst wäre ich ja nicht behandelt worden. Zur zentralen Hälfte besteht das kurze, aber grobe Anschreiben aus dem in Hilfsdeutsch verfassten Satz: „Wir bitten Sie daher, sich umgehend mit uns in Verbindung zu setzen und Ihre Versicherungskarte und den Überweisungsschein vorzulegen, gegebenenfalls die Praxisgebühr zu entrichten, um Ihnen die Kosten einer Privatliquidation zu ersparen.“
Was kann eine solche „Private Licky“, wie man im schnoddrigen Neudeutsch sagt, schon anderes kosten als mein Leben. Im Rahmen einer ersten (!) Mahnung wegen zehn (! in Zahlen: 10!) Euro droht mir also eine Institution, die mich doch eigentlich heilen soll, mit meiner Liquidation. Dass es sich um keine Massenliquidation, sondern nur um eine Privatliquidation handelt, tröstet mich wenig, da in einer virtuellen Schnittmenge immer noch eine mir wesentliche Person im hässlichen Auge des Zyklopen verbliebe: Icke.
Sollte ich es versäumen, rechtzeitig in der Praxis aufzuschlagen, und zu fragen, ob sie dort eigentlich noch alle Knochen im Skelett haben, dürfte in Kürze ein Liquidator vor meiner Tür stehen, den ich mir ungefähr wie unten vorstelle.
Jetzt mal zu was Schönerem. Die Kunst boomt in Berlin. Die Mühlenstraße an der East Side Gallery bietet den Rahmen …
… und Kinder, die im Sandkasten lustige Sachen gebaut haben, um die Erwachsenen zu verblüffen, den Inhalt einer aufstrebenden Kunstmeile.
Und auch in Ahrensfelde ist was los. Im Rahmen der Vernissage einer noch bis zum 22. September laufenden Ausstellung (Galerie Klin, Ahrensfelder Chaussee 150a, an der Tanke rechts rein, durch die „Fußgängerzone“ und hinter dem Prollgebrüll links) des großartigen Malers Jordan „The Driver“ Atanassoff, ist es mir gelungen, in einer atemberaubenden Momentaufnahme das bunte und bizarre Leben dort festzuhalten.





Zurück: Sehr geehrte Mitbürger
