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Sonnenspaziergang

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Weils jetzt im Grunde eh schon wurscht ist, waren wir gestern fast den ganzen Tag spazieren. Ich soll mich ja ohnehin viel bewegen, sagt der Osteopath und was der sagt ist bei mir Religion (oder gilt nur noch als Religion, wenn dabei Kinder missbraucht werden? Dann ist es natürlich keine). Also hakte ich mir Q. unter und ab gings. Teilweise ist der Spaziergang fotografisch dokumentiert, nur leider nicht die Frau, die vor uns herging, lange Haare mit sonem Dutt obendrauf, wallendes Hippiegewand und auf einem Hackenporschegestell zog sie eine eingepackte kleine Harfe hinter sich her, was Q. zum hier einzig möglichen Kommentar bewegte: "Wenn das hier ein französischer Film wäre, würde ich jetzt rausgehen."

Zum Glück ist sie keiner, so dass ich trotz der pseudoschräge Einfälle des Großen Regisseurs weiterhin das Vergnügen hatte.

Erste Rast im Café Edelweiß im Görlitzer Park. Dort wo die Geschäftsführung von jedem Schönwettereinbruch tsunamigleich ereilt wird, so dass stets viel zu wenige viel zu verwirrte Bedienungen viel zu hilflos um die viel zu vielen Gäste schwirren. Es ist eher so ein langsames Schwirren kann man sagen, also wie sich tektonische Platte gegeneinander verschieben, wenn man das überhaupt noch Schwirren nennen kann.

Viele dieser Gäste haben ihre Liegestühle Richtung Wiener Straße ausgerichtet, Mützen auf und Wolldecken drüber, so dass es wie vor einer Alm wirkte.

Auf der Görlitzer Alm 1
Auf der Görlitzer Alm 2

Fehlten im Grunde nur die daneben gestellten Ski. Und der Schnee. Und die Berge. Doch mit ein wenig Phantasie tuns auch die Hausdächer. Einfach die Augen zu ganz schmalen Schlitzen zusammenkneifen (ich selbst brauche ja nur die Brille abzunehmen) "Vorn der Batzenkogel und rechts dann hinter dem Gamskar, diese markant schimpansenförmige Formation das ist dann die Affenspitze". Dabei ist es nur das Haus Wiener Straße 25 oder so. Phantasie ist schon was feines. Für diejenigen, die sich das nicht vorstellen können, weil sie keine haben: Stellt euch einfach ständiges Fernsehen im Kopf vor.

Verwandt mit der Phantasie sind auch die Träume.

 

Freiraum für Träume

Für beides gibt es, wie am Engeldamm beobachtet, manchmal auch bedrückend enge(l) Grenzen. So dass man sich fragt: Ist es noch Phantasie oder schon Privatfernsehen, ist es noch Traum oder schon Tod.

Nicht weit davon, an der Fischerinsel, schließlich folgende hübsche Reklame.

 

Der erste Wolf, der Schrippen belegen kann

Heißt es nicht eigentlich "vom Wolf" und nicht "von Wolf"? Aber egal, schön in jedem Fall zu wissen, dass sich in Brandenburg die Wolfsbestände derart erholt haben, das sie mittlerweile sogar schon wieder vorsichtig genutzt werden können.

 

Artikelaktionen

www.echt-gute-wurst.de

Kommentar von henngi am 12.03.2010 16:47
gibts eigentlich auch www.nicht-ganz-so-fetter-käse-aber-mit-geschmack.de ?
oder www.ich-weiss-auch-nicht-was-ich-im-netz-eigentlich-soll.de ?
hihi...