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Willkommen in der Hölle

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Wie versprochen gibt es heute endlich zumindest ein Bild aus der Hölle. Die sieht vielleicht nicht direkt so aus wie auf den berühmten Bildern belgischer Maler, auf denen man meist merkwürdig unzufriedene Menschen durch einen überheizten Swingerclub hotten sieht. Womöglich fusst ihre Unentspanntheit auf dem unhöflichen Personal aus mit scheußlichen Reißzähnen ausgestatteten Riesenlurchen, wer weiß. Türsteher, das weiß der moderne Mensch müssen halt so sein – in ihrem Inneren aber sind sie sehr oft unsicher und liebesbedürftig. Nein, die Hölle ist vielmehr ein Berg auf der Nachbarinsel von La Camorra, deren Namen mir gerade entfallen ist. Ein Treppenwitz der Gastrogeografie eigentlich, dass die Berliner ihr Nationaleckkneipenkopfwehspülwasser „Futschi“ ausgerechnet nach diesem so sportlich und salopp wirkenden Hügel, der sich nebenher noch als Vulkan verdingt, benannt haben: Futschijama.

 

Futschijamafüße
Auf einem anderen Höllenfoto habe ich sicherheitshalber meine Füße mitfotografiert – man weiß ja nie. Vielleicht sind die sonst hinterher schwarz. So ein Vulkan kann nämlich jederzeit ausbrechen und glühende Smegma oder wie das heißt aus dem Innersten der Hölle, zu dem eine direkte Verbindung mittels eines Erdschlauches besteht, auf alle schleudern, die nicht bei Drei im Luftschutzbunker verschwunden sind. Ein bisschen schwarz sind die Füße sogar jetzt schon, allein durch die bloße Bedrohung – das muss man sich mal vorstellen. Wenn der Futschijama besonders gründlich ausbricht, fördert er am Ende womöglich noch von ganz unten diese übellaunigen Siwngerclubbesucher samt Wachlurche mit zu Tage. Dieser „Bodensatz der Gesellschaft“ wie eine Lieblingsvokabel derjenigen Politiker und Publizisten lautet, die im Fach Gesellschaftsspaltung eine Eins im Leumundszeugnis haben, ist also in Wahrheit eher ein seismografisches denn ein soziales Phänomen.
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